Anhörung über das Online Glücksspiel in Australien
In Australien ist die Politik strikt gegen das Online-Glücksspiel. Derzeit findet eine nationale Befragung über das Online-Glücksspiel und Glücksspiel-Werbung in Verbindung mit der Vorlage einer Gesetzesänderung zum interaktiven Glücksspiel und dessen Übertragung (Online Transaktionen und andere Maßnahmen) aus dem Jahr 2011 statt. Der Geschäftsführer von Sportsbet, Cormac Barry, lieferte dabei überzeugende Argumente.
Eines der diskutierten Themen war Spielsucht. Barry sagte, dass Betreiber von Online-Glücksspielen süchtige Spieler durch Überprüfungen durch Dritte und Analysesoftware besser schützen, als physische Casinos. Spieler versuchen, das System zu überlisten, indem sie mehrere Konten eröffnen, um Limits der Online Casinos zu umgehen, oder eröffnen ein neues Konto mit derselben E-Mail Adresse oder Telefonnummer, aber einer anderen Adresse, nachdem sie ein Konto sperren ließen. Die Software findet gemeinsame Charakteristika und meldet diese der Betrugsabteilung.
Ein Problem für australische Politiker ist die Wartezeit von neunzig Tagen, bis Kunden verifiziert sind. Barry erklärte, dass Spieler während dieses Zeitraums kein Geld beheben können, fügte allerdings hinzu, dass diese durch Einsätze Geld verlieren können. Er erklärte es zum Ziel, den Überprüfungszeitraum zu verkürzen, merkte aber an, dass es undurchführbar ist, Spieler erst nach erfolgter Überprüfung Konten mit Echtgeld eröffnen zu lassen, da dies Spieler zu nicht regulierten Glücksspiel-Seiten drängen würde.
Barry gab an, das Bedürfnis nach nationalen Standards zu verstehen, damit online Casinospieler den bestmöglichen Schutz erhalten. Er befürwortete auch ein Schema, bei welchem lizenzierte australische Glücksspiel-Betreiber eine jährliche Summe an einen nationalen Spielsucht-Fonds überweisen. Dieser würde Forschungs- und Beratungsorganisationen zur Verfügung stehen und könnte registrierten Spielsüchtigen helfen.
Barry zitierte schließlich Statistiken, um das Problem zu relativieren. Aktuelle Forschung der Regierung von Queensland zeigte, dass es seit der Einführung des Online-Glücksspiels in Australien im Jahr 2011 keinen Anstieg der Spielsucht gab. Das Auftreten von Spielsucht ist bei Online-Spielern nicht höher als bei Spielern in physischen Casinos. Sein eigenes Unternehmen, Sportsbet hat 70.000 Kunden, wovon sich 95% in Australien befinden. Rund 900 nutzten im letzten Finanzjahr den Selbstausschluss-Service von Sportsbet, 1.600 Kunden legten freiwillig Einzahlungslimits fest.







